Franziskaner || Philosoph || Theologe
Since 2025 Prof. f. Philosophy (PTH Benedikt XVI./Heiligenkreuz/Vienna)
2018-21 Prof. f. Philosophy (TH Chur)
2017-18 Prof. f. Syst. Theology (PTH Münster)
2012-17 Ass.Prof. f. Philosophy (KTF Würzburg)
WER ist GOTT, und wenn ja, WIE VIELE? Ein philosophisches Votum für eine Sozietät in der Gotteslehre
franziskaner.atWer ist Gott, und wenn ja, wie viele? Ein philosophisches Votum für eine Sozietät in der Gotteslehre. – Dominikus Kraschl
Zum Thema: Gibt es in Gott interpersonale Liebe oder haben auch Christen Gott als Monosubjektivität zu denken? In letzter Zeit sind unter christlichen Theologen wieder vermehrt Stimmen zu vernehmen, welche die Dreieinigkeit Gottes nicht als vollkommene Liebe zwischen den göttlichen Personen, sondern als (trinitarisch strukturierte) Monosubjektivität denken wollen. Der vorliegende Beitrag argumentiert demgegenüber, dass es nicht nur gute theologische, sondern auch gute philosophische Gründe gibt, Gott als vollkommene und freudvollste Gemeinschaft göttlicher Personen aufzufassen. Dieser Beitrag erschien ursprünglich in: Thomas Marschler & Thomas Schärtl (Hg.), Herausforderungen und Modifikationen des klassischen Theismus. Band 1 Trinität, Aschendorff: Münster 2019, S. 361–386. Ein philosophisches Votum für eine Sozietät in der Gotteslehre. Hinführung zur Fragestellung Die Trinitätstheologie erlebte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine bemerkenswerte Renaissance. Eine wichtige …
Andreas Tauschner, denken Sie da nicht etwas zu kurz, denn für uns Menschen sind vier Dimensionen evident, nämlich Raum und Zeit.
Zur Entstehung & Entwicklung des Zölibats hier:
franziskaner.atWie hielt´s die alte Kirche mit dem Zölibat? – Dominikus Kraschl
Dieser Beitrag erschien zuerst in: Forum katholische Theologie Jg. 40 (3/2024), S. 208-2016 Wollbolds Quellenedition wirft neues Licht auf eine alte Frage In mehr als zehnjähriger Arbeit erstellte Andreas Wollbold, Professor für Pastoraltheologie in München, eine Quellensammlung mit dem Titel: Zölibat. Schlüsseltexte aus den Anfängen bis zum 5. Jahrhundert, erschienen in Pustet: Regensburg 2024 (1040 S.). Die Quellenedition umfasst 459 Schlüsseltexte aus der Frühgeschichte des Zölibats. Mit ihr möchte Wollbold dazu beitragen, die Erforschung des Zölibats in der frühen Kirche auf eine solide, tendenzfreie Grundlage zu stellen.[1] Entsprechend versteht der Autor sein Werk weder als «Apologie» noch als «Lehrbuch», sondern als «Arbeitsinstrument» (S. 45). Zum Aufbau Den chronologisch geordneten, meist griechischen oder lateinischen Originaltexten wird zunächst eine gut lesbare deutsche Übersetzung zur Seite gestellt. Darauf folgt jeweils eine kurze Diskussion, in der mögliche Übersetzungs …
„Vor dem Beginn der Arbeit an dieser Textsammlung ordnete der Verfasser sich dem Entwicklungsparadigma zu [...]. Doch die Beschäftigung mit den vorkonstantinischen Quellen gab zu denken, so sehr, dass der Verfasser am Ende zu einem differenzierten Anhänger der These vom apostolischen Ursprung des Enthaltsamkeitszölibats wurde.“
Was ist (christliche) Spiritualität? Was ist Fundamentaltheologie? In welchem Verhältnis stehen sie zueinander?
Fundamentaltheologie und Spiritualität – Dominikus Kraschl
Zu einem klärungsbedürftigen Verhältnis Während sich zum Verhältnis von Spiritualität und Dogmatik, Spiritualität und Moraltheologie oder Spiritualität und Religionswissenschaft (mehr als) genügend Literatur findet, scheint das Verhältnis von Spiritualität und Fundamentaltheologie bislang eher stiefmütterlich behandelt worden zu sein. Von daher steht die Frage im Raum, ob die Auseinandersetzung mit Spiritualität überhaupt zu den Aufgaben der Fundamentaltheologie gehört, oder, etwas anders gewendet: Hat die Auseinandersetzung mit Spiritualität für das Projekt der Glaubensverantwortung nur eine periphere, anwendungsorientierte Bedeutung, oder ist Spiritualität gar so etwas wie ein unentbehrlicher Erkenntnisort und Erkenntnisweg der (Fundamental)Theologie? Die Überlegungen dieses Beitrags nähern sich einer Antwort auf diese Fragen in drei Schritten: Ich beginne mit einer Bestimmung des Spiritualitätsbegriffs (Teil I). Daraufhin erläutere ich die Fundamentaltheologie als theologische …
franziskaner.at
Was ist (christliche) Spiritualität? Was ist Fundamentaltheologie? In welchem Verhältnis stehen sie zueinander?
Fundamentaltheologie und Spiritualität – Dominikus Kraschl
Zu einem klärungsbedürftigen Verhältnis Während sich zum Verhältnis von Spiritualität und Dogmatik, Spiritualität und Moraltheologie oder Spiritualität und Religionswissenschaft (mehr als) genügend Literatur findet, scheint das Verhältnis von Spiritualität und Fundamentaltheologie bislang eher stiefmütterlich behandelt worden zu sein. Von daher steht die Frage im Raum, ob die Auseinandersetzung mit Spiritualität überhaupt zu den Aufgaben der Fundamentaltheologie gehört, oder, etwas anders gewendet: Hat die Auseinandersetzung mit Spiritualität für das Projekt der Glaubensverantwortung nur eine periphere, anwendungsorientierte Bedeutung, oder ist Spiritualität gar so etwas wie ein unentbehrlicher Erkenntnisort und Erkenntnisweg der (Fundamental)Theologie? Die Überlegungen dieses Beitrags nähern sich einer Antwort auf diese Fragen in drei Schritten: Ich beginne mit einer Bestimmung des Spiritualitätsbegriffs (Teil I). Daraufhin erläutere ich die Fundamentaltheologie als theologische …
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WER ist GOTT, und wenn ja, WIE VIELE? Ein philosophisches Votum für eine Sozietät in der Gotteslehre
franziskaner.atWer ist Gott, und wenn ja, wie viele? Ein philosophisches Votum für eine Sozietät in der Gotteslehre. – Dominikus Kraschl
Zum Thema: Gibt es in Gott interpersonale Liebe oder haben auch Christen Gott als Monosubjektivität zu denken? In letzter Zeit sind unter christlichen Theologen wieder vermehrt Stimmen zu vernehmen, welche die Dreieinigkeit Gottes nicht als vollkommene Liebe zwischen den göttlichen Personen, sondern als (trinitarisch strukturierte) Monosubjektivität denken wollen. Der vorliegende Beitrag argumentiert demgegenüber, dass es nicht nur gute theologische, sondern auch gute philosophische Gründe gibt, Gott als vollkommene und freudvollste Gemeinschaft göttlicher Personen aufzufassen. Dieser Beitrag erschien ursprünglich in: Thomas Marschler & Thomas Schärtl (Hg.), Herausforderungen und Modifikationen des klassischen Theismus. Band 1 Trinität, Aschendorff: Münster 2019, S. 361–386. Ein philosophisches Votum für eine Sozietät in der Gotteslehre. Hinführung zur Fragestellung Die Trinitätstheologie erlebte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine bemerkenswerte Renaissance. Eine wichtige …
Die Menschheitsgeschichte zählt ungefähr 5.000 "Götter". Drei davon sind monotheistisch. Nur einer ist trinitarisch.
Sind Glaube und Zweifel an Gott miteinander vereinbar?
franziskaner.atIst der Glaube an Gott mit ernsten Zweifeln an seiner Existenz vereinbar? – Dominikus Kraschl
Lesedauer etwa 3 Minuten Zuerst veröffentlicht unter dem Titel: »Ist der Glaube an Gott mit ernsten Zweifeln an seiner Existenz vereinbar?« In: Der Sendbote des Heiligen Antonius, 3/2013, S. 42 Der religiöse Glaube scheint bestimmte Überzeugungen in Bezug auf Gott und sein Verhältnis zum Menschen zu beinhalten. Schließlich muss man ja, um auf Gott vertrauen zu können, von seiner Existenz, Güte u. a. m. überzeugt sein. Nicht wenige Zeitgenossen zweifeln freilich daran, ob sich religiöse Überzeugungen überzeugend begründen und damit als rational erweisen lassen. Es fragt sich: Ist der Glaube mit einer skeptischen Einstellung vereinbar? Eine von vielen Wissenschaftlern akzeptierte erkenntnistheoretische Maxime besagt, dass wir dann rational sind, wenn wir unsere Überzeugungen den verfügbaren Belegen und Argumenten anpassen. Angewandt auf die Frage, unter welchen Voraussetzungen der Gottesglaube beanspruchen kann, rational zu sein, bedeutet dies: An Gott zu glauben ist genau dann rational,…
"An allem habe ich gezweifelt - nur nicht an der Existenz Gottes." "Glaube und Skepsis sind in einer insgeheimen Allianz wider den Hochmut des Menschen." (GOMEZ DAVILA)
Witz des Tages
Am Abend der Heimsuchung noch etwas Lustiges.
Ich dachte Friedrich Merz wäre der Witz des Tages?
In den Geschöpfen den Schöpfer erschauen? Biographische Anmerkungen zur Frage der natürlichen Gotteserkenntnis
franziskaner.atIn den Geschöpfen den Schöpfer erschauen? – Dominikus Kraschl
Drei Argumente für Gottes Existenz Drei Argumente für Gottes Existenz Seit meiner Jugend treiben mich drei Fragen um: Erstens, warum gibt es überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts? Zweitens: Warum sind die Dinge so, wie sie sind, obwohl sie offenbar auch ganz anders sein könnten? Drittens: Wenn nicht alles moralisch erlaubt ist, warum ist das eigentlich so? Der antike Philosoph Platon bezeichnete das Staunen als den Anfang der Philosophie. Das Staunen über die großen Fragen eröffnete mir auch einen Zugang zur Bedeutung des Gottgedankens. Schon als Jugendlicher wurde mir irgendwann klar: Wenn es überhaupt vernünftige Antworten auf die Fragen nach dem Woher, dem Wohin und dem Sinn gibt, dann haben sie wohl mit Gott zu tun. Im Rahmen meiner akademischen Tätigkeit durfte ich mich in den vergangenen Jahren wiederholt mit den Gottesbeweisen auseinandersetzen. Dabei spreche ich lieber von philosophischen Argumenten für Gottes Existenz, die nicht am Maßstab mathematischer Beweise gemessen …
Nun im smartphone-freundlichen Format!
Hubert Wolfs Thesen zum Zölibat auf dem Prüfstand
franziskaner.atEin Kirchenhistoriker erzählt Zölibats-Geschichte(n) – Ausgewählte Thesen Hubert Wolfs im Faktencheck – Dominikus Kraschl
Lesedauer etwa 38 Minuten. Ausgewählte Thesen Hubert Wolfs im Faktencheck Dieser Beitrag erschien ursprünglich in: Forum katholische Theologie Jg. 40 (4/2024), S. 298-313 Ausgewählte Thesen Hubert Wolfs im Faktencheck Rom, Oktober 2019. Unter dem Vorsitz von Papst Franziskus tagt die Bischofssynode der Länder der Amazonasregion. Kurz genannt: Amazonassynode. Für viele Teilnehmer und Beobachter ist eine Frage von zentraler Bedeutung: Wird der Papst einen regionalen Dispens vom Pflichtzölibat gewähren? Wird er den Bischöfen im Amazonasgebiet die Erlaubnis erteilen, erprobte Männer (sog. viri probati) zu Priestern zu weihen? Im Hinblick auf die Synode veröffentlichte der bekannte Münsteraner Kirchenhistoriker Hubert Wolf ein Buch mit dem Titel „Zölibat. 16 Thesen“. Wolfs Thesen lassen sich als historische Streifzüge zur Entstehung und Entwicklung der Zölibatsdisziplin lesen; vor allem präsentieren sie sich als „starkes Plädoyer“ für die Aufgabe der etablierten Zölibatsdisziplin.[1] Auf …
Hubert Wolf gilt übrigens als der bekannteste Kirchenhistoriker im deutschsprachigen Raum, aber...
Für philosophisch Interessierte: Lassen sich fremdpsychische Zustände wahrnehmen?
franziskaner.atLassen sich fremdpsychische Zustände wahrnehmen? – Dominikus Kraschl
Abstract: Der Beitrag diskutiert die Frage, ob sich fremdpsychische Zustände unter bestimmten Umständen wahrnehmen lassen. Dagegen lässt sich einwenden, dass fremdpsychische Zustände empirisch nicht zugänglich und deshalb allenfalls indirekt erschließbar seien. Diese in der Literatur immer wieder anzutreffenden Auffassung liegt allerdings ein empiristisch enggeführter Wahrnehmungsbegriff zu Grunde. Der Beitrag stellt diesem einen weiter gefassten repräsentationalen Wahrnehmungsbegriff gegenüber und erläutert dessen Anwendungsbedingungen bezüglich der Wahrnehmung fremdpsychischer Zustände. Zuerst erschienen in: KRITERION – JOURNAL OF PHILOSOPHY, 29 (2015), S. 93-120 Alan Turing und die Turing-Maschine I. Einleitung In seinem 1950 erschienenen Aufsatz „Computing Machinery and Intelligence“ stellt Alan Turing die Frage: Können Maschinen denken?[1] Weil sich schwer definieren lässt, was „denken“ bedeutet, schlägt er vor, diese Frage durch eine operationalisierbare Frage zu ersetzen. Sie …
Ja, das stimmt. Kein Bewusstsein und keine Fähigkeiten, die mit diesem assoziiert sind.
"Die Rechenmaschine bringt Wirkungen hervor, die sich dem Denken stärker annähern als alles, was die Tiere tun; aber sie bewirkt nichts, was zu der Behauptung veranlassen könnte, daß sie wie die Tiere einen Willen habe." (Pascal)
Hängt die Moral von Gott ab?
franziskaner.atHängt die Moral von Gott ab? – Dominikus Kraschl
Lesedauer etwa 2 Minuten. „Wenn Gott nicht existiert, ist alles erlaubt.“ So lautet ein Diktum von Fjodor M. Dostojewski. Wenn Gott nicht existieren würde, so der russische Schriftsteller, dann ließe sich nicht mehr verstehen, wie es moralisch verwerfliche Handlungen geben könne. Gemeint sind Handlungen, die nicht etwa nur gesetzlich, sondern moralisch verboten sind – immer, überall und für jeden. In diesem Sinn wäre es etwa auch dann moralisch verwerflich, Menschen zum Spaß zu quälen, wenn dies kein Gesetz der Welt verbieten würde. Im Umkehrschluss besagt Dostojewskis Diktum: Wenn es nicht zutrifft, dass alles erlaubt ist, dann existiert Gott. Für nicht wenige Zeitgenossen, auch Ethiker, klingt diese Überlegung überraschend oder sogar befremdlich. Warum sollte eine für alle verbindliche Moral in letzter Analyse Gottes bedürfen? Eine entscheidende Frage lautet in diesem Zusammenhang: Worin gründet die durch nichts und niemanden relativierbare moralische Verpflichtung, bestimmte Handlungen …
Wenn einer im Hochsicherheitstrakt von Sing-Sing einsitzt und du die Aufgabe bekommst, ihn zu überzeugen, dass seine Tat falsch war, als er noch Serienkiller war, und wenn er dir dann in das Gesicht lacht und sagt, für ihn sei es gut und richtig; und wenn du ihm dann sagst, die Opfer hätten gleichermassen ein Lebensrecht wie die Täter; und wenn er dir dann in das Gesicht lacht und daran erinnert, dass es Leute mit Schlössern und Palästen gibt, während andere Leute verhungern und verdursten, und niemand deswegen bestraft wird; und wenn er dir dann klarmacht, dass es Unrecht sei, ihn zu strafen und die rücksichtslosen Menschen, die schlafen, während andere verletzt auf der Strasse liegen, straflos davonkommen zu lassen: Was sagst du ihm?
Über ungegenständliche Erfahrungen und ihre (religions-)philosophische Bedeutung
franziskaner.atFranz von Kutschera über ungegenständliche Erfahrungen und ihre (religions-)philosophische Bedeutung – Dominikus Kraschl
Abstract: Der Beitrag diskutiert im Anschluss an Franz von Kutschera die (religions-)philosophische und theologische Bedeutung ungegenständlicher Erfahrungen. Es handelt sich um Erfahrungen, die sich nicht oder nur bedingt als Erfahrungen eines Subjekts von einem Objekt beschreiben lassen. Besonders in den Blick genommen wird Relevanz ungegenständlicher Erfahrungen für die Semantik religiöser Rede als auch für die Epistemologie religiöser Überzeugungen. In diesem Zusammenhang wird argumentiert, dass die kognitive Relevanz dieser Erfahrungen davon abhängt, ob sie innerhalb eines weltanschaulichen Paradigmas einen Beitrag zu einem kohärenten und umfassenden Verständnis der uns begegnenden Wirklichkeit leisten. The paper discusses the philosophical and theological significance of what Franz von Kutschera calls »non-intentional experiences«. Experiences of this kind cannot be described as experiences of a subject facing an object. Their relevance is considered with respect to religious …
Ana W. Hwang In diesem Fall redet Kutschera weder über nur über das Erkennen noch über das Erkannte, sondern über einen besonderen Fall, wo die Trennung sich mutmaßlich nicht aufrecht erhalten lässt.
Die Moderne redet nicht mehr über das zu Erkennende, sondern ständig über die Metabene der Erkenntnis. Gäääähn.
"Wenn Kutscheras Kritik der Reichweite unserer Erkenntnis überzeugend ist..."
Für philosophisch Interessierte: Lassen sich fremdpsychische Zustände wahrnehmen?
franziskaner.atLassen sich fremdpsychische Zustände wahrnehmen? – Dominikus Kraschl
Abstract: Der Beitrag diskutiert die Frage, ob sich fremdpsychische Zustände unter bestimmten Umständen wahrnehmen lassen. Dagegen lässt sich einwenden, dass fremdpsychische Zustände empirisch nicht zugänglich und deshalb allenfalls indirekt erschließbar seien. Diese in der Literatur immer wieder anzutreffenden Auffassung liegt allerdings ein empiristisch enggeführter Wahrnehmungsbegriff zu Grunde. Der Beitrag stellt diesem einen weiter gefassten repräsentationalen Wahrnehmungsbegriff gegenüber und erläutert dessen Anwendungsbedingungen bezüglich der Wahrnehmung fremdpsychischer Zustände. Zuerst erschienen in: KRITERION – JOURNAL OF PHILOSOPHY, 29 (2015), S. 93-120 Alan Turing und die Turing-Maschine I. Einleitung In seinem 1950 erschienenen Aufsatz „Computing Machinery and Intelligence“ stellt Alan Turing die Frage: Können Maschinen denken?[1] Weil sich schwer definieren lässt, was „denken“ bedeutet, schlägt er vor, diese Frage durch eine operationalisierbare Frage zu ersetzen. Sie …
Im Bild: Alan Turin, der Erfinder der Turing-Maschine
Exklusive Zweisamkeit? Unerwünschte Konsequenzen der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare
Unerwünschte Konsequenzen der Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften? – Dominikus Kraschl
Zuerst veröffentlicht unter dem Titel: Exklusive Zweisamkeit – inklusiv genug? Unerwünschte Konsequenzen der Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. In: Herder Korrespondenz, Jg. 75 (3/2021), S. 35-37 Eine offene Diskussion gab es nicht, bis vor kurzem jedenfalls. Noch im Jahr 2015 war ein Vorstoß des Zentralkomitees Deutscher Katholiken (ZdK) zur vorbehaltlosen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften seitens der deutschen Bischofskonferenz (DBK) zurückgewiesen worden. Ihr damaliger Vorsitzender Kardinal Reinhard Marx ließ ausrichten, der ZdK-Vorstoß sei mit der kirchlichen Lehre und Überlieferung nicht vereinbar. Ein erstaunlicher Sinneswandel erfasste seitdem eine stattliche Zahl deutscher Bischöfe: zunächst Marx und Franz-Josef Bode, später Georg Bätzing, Franz-Josef Overbeck, Helmut Dieser und Heinrich Timmerevers. Sie alle begannen, sich für ein Umdenken bei der kirchlichen Sexualmoral auszusprechen. Dabei argumentierten sie, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften …
franziskaner.at
Alles bergoglianischer Müll. Unbedingt entsorgen, prioritär.